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Alex24Neuer Roman11.04.2017, 08:03 Uhr
reg. seit:
11.04.2017
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Liebe Bücherfreunde

Ich, Alexander Tingelhoff, möchte hier nun einmal meinen ersten Roman vorstellen, den ich neben meinen Horror-Kurzgeschichten, als Selfpublisher veröffentlicht habe. Erhältlich als E-Book, wie auch als Taschenbuch.
Ihr könnt euch ja einfach mal die Kurzgeschichten ansehen, lohnen sich auf jeden Fall.
Wer Lust auf mehr hat kann sich ja einfach mal die Inhaltsangabe des Romans durchlesen und auf den Link klicken.
Ich freue mich über jede Form von Feedback, egal ob positiv oder negativ.

Vielen Dank und viel Spaß beim Lesen,
Alex

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_ss_rsis_1_20?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=alexander+tingelhoff&sprefix=Alexander+Tingelhoff%2Caps%2C206


Inhaltsangabe:

Wie kann ein Mensch nur so etwas tun? Diese Frage und die damit verbundene Verständnislosigkeit über das Geschehen wird unweigerlich bleiben, wenn man diese Geschichte gelesen hat. Ein totes Baby, das in dem Gefrierfach eines Kühlschranks gefunden wird. Das ist die Ausgangssituation.

Katrin Neubauer, eine Mitarbeiterin des Jugendamtes, macht an einem Freitagnachmittag bei einem Hausbesuch diesen abscheulich, grausamen Fund. Die Eltern des Kindes und somit auch die vermeintlichen Täter, Christiane Jäger und Jan Hoffmann, sitzen währenddessen gemütlich auf der Couch und schauen Fernsehen. Sie zeigen weder Anteilnahme, noch versuchen sie, sich zu erklären. Die Fakten sind eindeutig. Es gibt weder Zweifel noch Fragen, für niemanden. Christiane Jäger und Jan Hoffmann werden von der Polizei abgeführt und auf das zuständige Polizeipräsidium gebracht. Was jetzt passieren muss, ist die rasche Vernehmung der Tatverdächtigen und eine Rekonstruktion der grausamen Ereignisse. Diese Aufgabe wird Strebe und Meller zugetragen.
Katrin Neubauer wird in der Geschichte als ausgebrannter, müder und kaum noch Hoffnung in sich tragender Mensch beschrieben. Ihr Alltag besteht aus Fällen von Kindesmissbrauch, der Suche nach Kindern, die von Zuhause ausgerissen sind und von Begegnungen mit ziellos umherirrenden Menschen am Rand unserer Gesellschafft. Der Todesstoß in ihre Seele wird die Begegnung mit Jan und Christiane sein.

Für Kommissar Strebe beginnt es an einem Freitagabend, als sein Handy klingelt. Benommen vom Alkohol und erdrückt von seinen Selbstmordgedanken, nimmt er das Gespräch jedoch an. Seine junge Kollegin, Kommissarin Meller, erklärt ihm, dass er noch einmal zum Präsidium kommen muss. Zwei Personen müssen noch an diesem Freitagabend verhört werden. Es geht dabei um Christiane Jäger und Jan Hoffmann. Eine vermeintliche Routineangelegenheit.

Was jetzt aber beginnt, ist so vieles mehr. Die Rekonstruktion der drei Lebenstage des Babys, voller Leid und Qualen, bis es auf eine grausame Weise den Tot fand. In Rückblicken wird von der Geburt des Babys, die an sich schon ein menschliches Drama ist und mit der Flucht aus dem Krankenhaus endet berichtet. Nach und nach werden die Ereignisse in der Wohnung von Christiane und Jan und das dort durchlebte Martyrium aus grausamen Qualen wiedergegeben. Jan Hoffmann wird von Meller befragt und von Beginn an erzählt der junge Vater völlig nüchtern jedes grausame Detail. Im Obduktionsbericht von Dr. Holt steht, starke Gehirnblutungen und Trümmerbruch des Schädels an der Stirn. Ja, wird Jan sagen und er wird erzählen, wie er das Baby zuerst umher und schließlich gegen die Wand geschleudert hat. Jan wird all die anderen Misshandlungen detailliert wiedergeben und zum Teil an einer Puppe demonstrieren. Die Verbrennungen im Mund und Rachenraum. Das Zuführen von Brandwunden durch Zigaretten und auch das Herausreißen der abheilenden Nabelschnur.

Christianes Aussagen sind eine Mischung aus ihrer verschwommen wahrgenommenen Realität und einer Traumwelt, in der sie, Jan und das Baby eine glückliche Familie sind. Eine Familie, die sich liebevoll und fürsorglich um ihr Baby gekümmert hat.
Stück für Stück wird so das zuerst undurchsichtige Puzzle der Tat zusammengesetzt. Es sind erschreckende Details, die am Ende von einem Ereignis erzählt werden, das an Grausamkeit und Tragik nicht zu überbieten ist, weder der physischen, noch der psychischen.

Durch immer wiederkehrende Rückblicke in vergangene Lebensabschnitte aller Beteiligten, werden die Charaktere, vor allem aber auch deren Entwicklung gezeigt und verdeutlicht. Zum einen sind da die Lebensgeschichten von Jan Hoffmann und Christiane Jäger. Die vermeintlichen Täter, die auf dem Polizeirevier in den Befragungsräumen sitzen, sind aber eben nicht zwei zähnefletschende, mordlüsterne Monster, nein. Es sind einfach zwei Menschen, die von ihren traurigen Leben gezeichnet sind. Ihre persönlichen Geschichten sind geprägt von Hilflosigkeit, Enttäuschungen und Qualen. So entsteht auch von ihnen mehr und mehr ein ebenso verstörendes, wie aber auch Mitgefühl erzeugendes Bild.
Es werden Episoden aus Jans Kindheit erzählt, in denen er von seiner Mutter vernachlässigt, von den Namenlosen Männern geschlagen und schließlich vom Jugendamt in Obhut genommen wurde. Seine Abnabelung von der Gesellschafft wird skizziert, die aus Gewalt und immer wiederkehrender menschlicher Enttäuschungen resultiert, bis ihm schließlich alles einfach scheiß egal ist. Ebenso wird Christianes Lebenslauf rückblickend wiedergegen. Es wird verdeutlicht, wie sie in ihrem Leben ziellos umherirrte, von ihren Mitmenschen als Wegwerfgegenstand benutzt wird. Ihre Alkoholsucht und ihre verzweifelte Sehnsucht nach Geborgenheit, lassen ihn auf traurige Weise nie wahr werden, ihren Traum von einer glücklichen Familie.
Ausgerechnet diese zwei Menschen, Jan und Christiane, treffen bei der Entrümpelung von Christianes Wohnung aufeinander. Das Zusammenleben zwischen Jan und Christiane wird von beiden Seiten gleichermaßen desaströs gestaltet und doch wird es von beiden unterschiedlich aufgefasst und wahrgenommen. Dann wird Christiane schwanger, was dazu führte, das Jans Welt endgültig aus den Angeln gehoben wird.

Zum anderen sind da aber auch die Charaktere von Kommissar Meller und Strebe, die ebenfalls mit fortlaufender Geschichte immer mehr Klarheit und Kontur bekommen. Es wird ein Hauptkommissar gezeigt, der völlig ausgebrannt, mit seinen inneren Dämonen kämpfend, an der Klippe des Lebens steht und den Schritt darüber hinaus eigentlich schon gegangen ist. Nicht nur seine Alkoholsucht, sondern auch die Wiedergabe der Geschehnisse durch Jan Hoffmann, nagen während des Verhörs an dem letzten Überbleibsel seiner abgestorbenen Seele und seines blanken Nervenkostüms.
Kommissarin Meller, der junge Heißsporn, ist anfangs noch das genau Gegenteil ihres Kollegen. Sie ist kontrolliert und auf die Tatsachen fixiert. Jede ihrer Handlungen zeugt von der Professionalität dieser jungen, aufstrebenden Polizistin. Doch auch an ihrer Seele wird im Laufe der Geschichte immer mehr genagt und schließlich befindet auch sie sich in einem Chaos, bestehend aus ihrer Gefühlswelt und der absurden Vernehmung von Christiane Jäger.
Die Polizeipsycholginnen Dr. Nehle und Dr. Schlier spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Geschichte. Auch ihr Inneres wird nach außen gekehrt, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise. Ihr stetiger Kampf gegen das Böse in der Welt, der erzwungene Glaube an das Gute in einem Menschen und die Dramatik des Verhörs, setzen der jungen Polizistin erheblich zu.
Was bleibt, ist nicht nur eine Geschichte ohne Happy End. Es bleibt eine Geschichte, die das Leben schreibt und deswegen nie mehr aus dem Leben der Leser verschwindet.


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