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caerulumInspiration für gute Geschichten04.01.2014, 00:06 Uhr
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Liebe Forenbesucherinnen und Forenbesucher,
Ich lese leidenschaftlich gerne und viel. Das Genre ist mir eigentlich meistens egal. Ob das ein berühmter Klassiker, ein Thriller, Krimi oder ein Roman ist: Für mich gibt es (fast) nichts langweiliges zu lesen.
Da ist es ja schon fast normal, sich mal als (Hobby-) Schriftsteller zu versuchen. Vielleicht kennt ihr das auch, dass ihr plötzlich Lust habt, ein Buch zu schreiben und jenes zu veröffentlichen. Mit dieser Motivation versuchte ich mich an "mein" erstes Buch. Schon nach zehn Seiten gab ich dann wieder auf. Ich habe den Plot nicht gut durchgedacht und zu "schnell erzählt".

Nach ein paar duzend Büchern versuchte ich es nochmals. Es ging mir leichter von der Hand und ich schrieb rasch um die zwanzig Seiten, doch dann kam wieder das gleiche Problem. Das Durchdenken des Plots war nicht ausgereift gewesen. Ich machte wieder eine Schreiber-Pause und las weitere Bücher.

Nun zurzeit habe ich wieder die Motivation gefunden zu schreiben und später auch mit dem Hintergedanken meine Geschichte zu veröffentlichen.

Zum eigentlichen Thema (tut mir leid, dass ich das so ausführen musste :) ): Ich habe mein Genre ausgewählt, die meisten Personen kreiert, wie auch Locations "ausgewählt". Das Ende und der Anfang meiner Geschichte ist mir schon bekannt aber nun zum eigentlichen Problem: Wie fülle ich meine Geschichte? Als Inspiration habe ich viele Bücher aus dem Genre gelesen, in welchem meine Geschichte "landen" sollte (Psycho-Thriller). Zudem gehe ich öfters Spazieren; da fallen mir immer wieder gute Ideen ein. Aber für den eigentlichen Hauptteil ist mir bis heute nichts "Gutes" oder sinnvolles eingefallen, welches Halt und Boden hätte.

[f]Meine eigentliche Frage lautet:[/f} Falls ihr auch hobbymässig Geschichten schreibt: Was ist eure Inspiration dafür. Wie kommt ihr auf Ideen und habt ihr Tipps, was dabei helfen könnte? Ich weiss zwar, das Inspiration eher eine persönliche Sache ist, aber evt. könnt ihr mir ein paar gute Vorschläge machen.


Grüsse caerulum

PS: Erfahrungen mit dem Thema "Inspiration für Geschichten" können hier problemlos geposted werden ;)

QUOT HOMINES, TOT SENTENTIAE!-So viele Leute, so viele Meinungen!

olympiaAW: Inspiration für gute Geschichten05.01.2014, 11:56 Uhr
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Ui, ein interessantes Thema, aber auch wie Fontane Effis Vater sagen lässt - "Das ist ein weites Feld.".
Ich denke, dass man in diesem Fall nichts konkretes sagen kann. Klar, man braucht eine Geschichte die man erzählen will (ich bin übrigens in einer ähnlichen Situation, hab aber schon ein Sachbuch veröffentlicht - was etwas ganz Anderes ist). Den ersten Gedanken den ich mir machte war - na no na - das Genre und welche "Art" von Buch, also Roman, Erzählung, Novelle etc....
Ein Buch bzw. Roman ist eben schon etwas ganz anderes als eine kurze Geschichte zu erzählen.
Ich habe mir zuerst einmal überlegt, was genau ich in meinem Buch eigentlich erzählen will und welche Figuren vorkommen. Dann habe ich mir alle Figuren notiert, also Name, Verwandtschaftsgrad oder Stellung und dazu ihre Charaktereigenschaften. Denke, das alles ist ja noch ziemlich einfach. Schwierig für mich und wie anscheinend auch für dich, ist es, WIE man nun die Geschichte genau erzählt. Wenn du einen Psychothriller schreiben willst, ist natürlich auch die Spannung ein sehr wichtiger Aspekt, der ja tragend durch das Buch führt. Und natürlich muss auch alles stringent sein und das Ende möglichst verblüffen.
Ich habe schon unzählige (hab wirklich keine Ahnung, welche Zahl ich da angeben könnte) an Bücher gelesen, aber selbst eines zu schreiben - da sind Welten dazwischen *grinst*
Ich mache es auch so, dass ich mir Gegebenheiten oder Ereignisse die ich selbst erlebe und mir interessant genug vorkommen, notiere, um sie event. in die Geschichte mit einzubauen.
Es gibt ja sehr wohl Ereignisse, die, würde man sie im TV sehen, wirklich unglaubwürdig erscheinen würden und dabei ist es wirklich Realität - davon habe ich leider schon einige erlebt...
Ich glaube, man braucht schon eine Menge Phantasie, um ein Buch zu schreiben und ob ich meines je veröffentliche, steht noch in den Sternen. Wenn ich überlege, wie extrem kritisch ich bin (ich rezensiere ja auch), so glaube ich, werde ich selbst nie meinen Ansprüchen genügen.
Aber vielleicht hast du ja wirklich ein Talent zu erzählen und den Leser gut zu unterhalten. Das kann man nur ausprobieren *grinst breit*

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Jeder meint, dass er genug davon hat. R. Descartes

LarnaAW: Inspiration für gute Geschichten09.01.2014, 19:07 Uhr
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Als Teenager bzw. Anfang zwanzig habe ich auch ein paar Mal versucht, eine Geschichte zu schreiben, stand aber immer vor demselben Problem: Anfang und Ende war klar, der Rest klappte gar nicht.

Ein Patentrezept habe ich nicht, aber da ich mittlerweile mit einem Autor liiert bin und einige weiter kenne sowie auch einige Lektoren, kann ich mal die Dinge, die von denen so gehört habe, weitergeben.

Das erste ist tatsächlich, dass man viel, viel Lesen muss, vor allem aus dem Genre, in dem man schreiben will.

Zweitens ist Schreiben auch viel Handwerk, d.h. man kann es lernen. Es gibt viele Schreibratgeber, von denen einige wirklich hilfreich sein sollen.

Drittens: Üben, üben, üben. Fast jeder Autor, der veröffentlicht hat, hat auch ein oder mehere unveröffentliche Skripte in der Schublade liegen. Der Traum, gleich mit dem ersten Manuskript einen Besteller zu landen, geht so gut wie nie in Erfüllung.
Was ich mal gelesen habe: Nicht gleich mit der besten Idee anfangen, sondern erstmal diejenigen nehmen, die einem nicht so am Herzen liegen.
Auch zur Übung einfach nur mal Szenen oder kürzere Geschichten schreiben, die nicht gleich Romanlänge haben. So kriegt man erstmal ein Gefühl fürs Schreiben.
Wichtig sind auch ehrliche(!!) Testleser, die nicht alles toll finden, was man abliefert, sondern wirkliche Kritik üben. Diese Kritik muss man natürlich auch annehmen und umsetzen können.

Das Schreiben besteht auch aus vielen Verarbeitungsstufen: Erstmal die Idee haben, dann die Figuren und den groben Handlungsstrang entwerfen, sich dann zu den einzelnen Szenen vorarbeiten und irgendwann ausformulieren. Und dann mehrmals Überarbeiten.

Soweit mal meine Ausführungen, die, wie gesagt, nicht aus eigener Erfahrung stammen, sondern aus Berichten anderer, die schon veröffentlicht haben.

Konkret zu deinem Problem: Du hast einen Anfang und ein Ende. Überleg doch mal, was alles passieren kann/muss/soll, damit die Personen vom Anfang zum Ende kommen. Einfach mal so fantasieren und schauen, was davon brauchbar sein könnte.

Das Feld des "Psychothrillers" ist ja sehr weit. Was schwebt dir denn vor? Ein Serienkiller? Ein Wirtschaftsthriller? Ein Politthriller? Wenn du es eingrenzen kann, dann fällt es dir vielleicht leichter, eine Idee zu finden.

Übrigens noch ein Tipp, den ich mal gehört habe: Nimm etwas, das du kennst. Also z.B. aus deinem Beruf oder einem Hobby. Da kennt man sich gut aus, hat vermutlich mehr Ideen und muss nicht so viel recherchieren um an Fakten zu kommen.

Lieben Gruß
Larna

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern" (Indira Ghandi)

caerulumAW: Inspiration für gute Geschichten28.01.2014, 16:19 Uhr
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Vielen Dank für die vielen guten Tipps.
Ich werde mir sicher ein paar "herauspicken" und diese probieren umzusetzen.

Wer noch etwas zu diesem Thema dazuschreiben will, soll das ruhig tun *grinst*

Grüsse

QUOT HOMINES, TOT SENTENTIAE!-So viele Leute, so viele Meinungen!

MikenIkesAW: Inspiration für gute Geschichten23.08.2016, 10:04 Uhr
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ins cafe setzen, leute beobachten

HobbykochAW: Inspiration für gute Geschichten28.09.2016, 11:58 Uhr
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finde diese tipps hier auch super... manchmal ist es auch schön an einen inspirerenden ort zu fahren und dort ein paar wochen nur zu schreieben... zb eine mystische burg oder eine romantische hütte, das regt die Phantasie an

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