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tedescaAW: LR Teil 5 S 491 – Schluss „Mitternachtsrose“07.03.2014, 09:08 Uhr
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Und die Stories bleiben am Boden, die Figuren sind ganz normale Menschen, deren Schicksale oft auf ganz subtile Weise berühren.

LarnaAW: LR Teil 5 S 491 – Schluss „Mitternachtsrose“09.03.2014, 22:19 Uhr
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Puh, das war eine ganz dumme Zeit für eine LR. Vor lauter Arbeit bin ich überhaupt nicht zum Posten gekommen, daher packe ich meine Gedanken alle in diesen Thread.

Für mich war es das vierte Buch von Lucinda Riley, die anderen hatte ich allerdings gehört und habe nun festgestellt, dass ich sie doch lieber höre, als lese.

Allerdings fand ich das Buch nicht ganz so schlecht wie ihr. Klar, ein Meisterwerk ist es nicht, aber das erwarte ich in diesem Genre nun auch überhaupt nicht.
So viel besser ist Kate Morton in meinen Augen übrigens nicht. Von ihr habe ich auch schon ein paar Bücher gelesen, aber hängen geblieben ist davon auch nicht viel und auch dort habe ich mich über einige Ungereimtheiten und an den Haaren herbeigezogenen Dinge gewundert.

Der indische Teil hat mir sehr gut gefallen und hat mich sehr fasziniert. Das war richtig athmosphärisch beschrieben. Indira fand ich die gelungenste Persönlichkeit - so ichbezogen, so egoistisch und doch so fröhlich und liebenswert und im Endeffekt auch loyal.
Die Maharani mochte ich auch, allerdings fand ich sie um einiges unglaubwürdiger. Einfach zu offen, tolerant und verständnisvoll.
Ani ist mir sehr ans Herz gewachsen - klar, sie ist wirklich fast eine Heilige, aber solche Bücher brauchen eben eine wirklich "gute" Heldin. *zwinkert*

Maud war auch mir etwas zu böse, die Frau ist ja tatsächlich eiskalt - sogar ihren eigenen Sohn zu opfern, um den Schein aufrecht zu erhalten. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es so etwas wirklich gab - die Schande, dass sie ein (in ihren Augen) "minderwertiges" Enkelkind hat, überwog für sie vor der Liebe zu ihrem Sohn.

Die Schizophrenie von Anthony war für mich gelungen - ich hatte mir so ewas schon gedacht, da ich vermutet habe, er geistert das als Violet verkleidet durch das Anwesen.
Die Beschreibung seiner Kindheit haben mir mehrere Schauer über den Rücken laufen lassen und ich finde es absolut nachvollziehbar, dass ihn das tief verstört bzw. psychisch krank gemacht hat.
Das sind genau die Abgründe der menschlichen Psyche, die ich so faszinierend finde und für mich hätte der Teil noch tiefergehen können.

Rebecca war tatsächlich ein Trutscherl. *zwinkert* Die ist mir mit ihrem Gejammere, ihrer Untentschlossenheit und ihrem Wankelmut tierisch auf die Nerven gegangen. Himmel, dass die überhaupt lebensfähig ist!! Was finden die Männer an ihr? DFG?
Enttäuschend war, dass nicht aufgeklärt wurde, ob sie nun mit Violet verwandt ist oder nicht. Immerhin löst das ja Anthonys Verwirrung aus und bringt sie in Gefahr. Zudem die ganzen Hinweise auf ihre mysteriöse Familiengeschichte... Nö, da hätte es eine Auflösung zwingend gebraucht!

Ari ist zwar nett, bleibt aber ziemlich blass. Er ist wohl nur der Stein des Anstoßes, damit Anahitas Geschichte ins Rollen kommt.

Ach ja, die Symptome der Präeklamspie bei Viktorias Schwangerschaft waren sehr gut dargestellt - bis auf die starke Blutung, die ist dafür nicht typisch, aber man kann natürlich auch zwei Komplikationen auf einmal haben.

Lieben Gruß
Larna

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern" (Indira Ghandi)

tedescaAW: LR Teil 5 S 491 – Schluss „Mitternachtsrose“12.03.2014, 13:29 Uhr
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Mich hätte ja Rebecca viel weniger genervt, wenn die Männer sie nicht immer so "faszinierend" gefunden hätten.

Dass der arme Anthony nach so einer Kindheit einen Schuss hat, ist eh klar, aber die Beschreibung dieser Schizophrenie ist doch mehr als klischeehaft, ich musste dauernd an "Psycho" denken. Heute wissen wir es doch eigentlich besser, das ist für mich viel zu billig und reine Effektheischerei.

Du schreibst es eh: "solche" Bücher brauchen eine gut Heldin und wirklich böse Böse, Grauzonen gibt's da keine. Und genau deshalb mag ich die nicht.

Ich finde schon, dass Kate Morton da viel mehr draufhat, weil es ja nie um Gute und Böse, sondern vielmehr um Schicksale geht. Dass nicht immer alles hundertprozentig passt, mag schon sein, aber das seh ich bei einer gut erzählten Geschichte, die in sich stimmig ist, dann auch wieder großzügig nach.

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